Möchten Sie die Lebensdauer Ihres Geschirrspülers verlängern und gleichzeitig Energie sparen? Die regelmäßige Entkalkung ist der Schlüssel zu einem effizient arbeitenden Gerät. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Geschirrspüler fachgerecht entkalken und welche Vorteile das bringt.

Warum ist es wichtig, den Geschirrspüler zu entkalken?

Ein Geschirrspüler erleichtert unseren Alltag enorm, doch regelmäßige Pflege ist unerlässlich für seine optimale Funktion. Besonders in Regionen mit hartem Wasser bilden sich schnell Kalkablagerungen auf allen wasserführenden Teilen der Maschine.

  • Beeinträchtigung der Reinigungsleistung
  • Milchige Rückstände auf dem Geschirr
  • Entwicklung unangenehmer Gerüche
  • Erhöhter Energieverbrauch
  • Steigende Stromkosten

Auswirkungen von Kalkablagerungen auf die Spülmaschine

Kalkablagerungen haben weitreichende negative Folgen für Ihren Geschirrspüler:

  • Verstopfte Sprüharme – ungleichmäßige Wasserverteilung
  • Verkalkte Heizelemente – längere Aufheizzeiten
  • Nährboden für Bakterien und Pilze
  • Spröde Dichtungen – Gefahr von Wasserschäden
  • Erhöhte Reparaturkosten bei Vernachlässigung

Vorteile eines entkalkten Geschirrspülers

Bereich Vorteile
Reinigung Makellos sauberes Geschirr, keine Kalkflecken
Effizienz Geringerer Strom- und Wasserverbrauch
Langlebigkeit Verlängerte Lebensdauer, weniger Reparaturen
Hygiene Weniger Keime und Bakterien, keine unangenehmen Gerüche

Schritt-für-Schritt Anleitung zum Entkalken des Geschirrspülers

Experten von Bosch empfehlen eine Entkalkung alle drei bis sechs Monate. Mit der richtigen Vorgehensweise können Sie den Prozess selbst durchführen.

Vorbereitung: Was Sie benötigen

  • Spezieller Geschirrspüler-Entkalker oder
  • Natürliche Alternative: 4 Esslöffel Natron
  • Optional: Essigessenz oder Zitronensäure
  • Sauberer Schwamm oder Lappen
  • Eventuell eine alte Zahnbürste für hartnäckige Stellen

Schritt 1: Spülmaschine leeren und vorbereiten

  • Komplettes Ausräumen der Maschine
  • Reinigung des Bodensiebs unter fließendem Wasser
  • Kontrolle und Reinigung der Sprüharme
  • Säuberung der Türdichtungen
  • Entfernung von Essensresten und Verschmutzungen

Schritt 2: Verwendung von Natron und professionellen Entkalkern

Bei der Verwendung von Natron verteilen Sie vier Esslöffel direkt auf dem Maschinenboden. Für professionelle Entkalker beachten Sie unbedingt die Herstelleranweisungen zur korrekten Dosierung. Eine Überdosierung kann die Dichtungen und Kunststoffteile beschädigen.

Schritt 3: Spülmaschinensalz und Klarspüler einsetzen

  • Salzbehälter am Boden der Spülmaschine lokalisieren und Schraubdeckel öffnen
  • Spezielles Spülmaschinensalz nachfüllen (kein gewöhnliches Speisesalz verwenden)
  • Deckel des Salzbehälters fest verschließen
  • Klarspülerbehälter in der Tür neben dem Spülmittelfach prüfen
  • Klarspüler bis zur Markierung auffüllen
  • Behälter sorgfältig verschließen

Schritt 4: Spülmaschine durchlaufen lassen

Wählen Sie ein Programm mit hoher Temperatur (mindestens 65°C) – idealerweise das Intensiv- oder Hygieneprogramm. Die Wärme unterstützt den Entkalkungsprozess optimal, da sich Kalkablagerungen besser lösen. Lassen Sie das Programm vollständig durchlaufen.

  • Ersten Spülgang mit Entkalkungsmittel durchführen
  • Zweiten Spülgang ohne Reinigungsmittel starten
  • Innenwände und Sprüharme auf verbliebene Kalkablagerungen prüfen
  • Bei Bedarf Vorgang wiederholen
  • Punktuelle Nachbearbeitung bei hartnäckigen Verkalkungen

Tipps zur Vorbeugung von Kalkablagerungen

Die Vorbeugung von Kalkablagerungen ist deutlich einfacher als ihre spätere Entfernung. Besonders in Regionen mit hartem Wasser sind präventive Maßnahmen unerlässlich. Neben speziellen Reinigungsmitteln eignen sich auch natürliche Alternativen wie Essig, Zitronensäure oder Natron zur frühzeitigen Bekämpfung erster Kalkspuren.

Einstellung der Wasserhärte

  • Wasserhärte beim lokalen Wasserversorger erfragen oder mit Testkit messen
  • Enthärtungsanlage gemäß Bedienungsanleitung einstellen
  • Regelmäßige Überprüfung der Einstellungen
  • Bei sehr hartem Wasser Installation einer zentralen Enthärtungsanlage erwägen
  • Salzverbrauch an Wasserhärte anpassen

Regelmäßige Verwendung von Spülmaschinensalz

Aspekt Wichtige Hinweise
Salztyp Ausschließlich spezielles Spülmaschinensalz verwenden
Nachfüllzeitpunkt Direkt vor einem Spülgang auffüllen
Kontrolle Regelmäßige Überprüfung der Salzmangelanzeige
Wirkung Verhindert Kalkablagerungen und sorgt für glänzendes Geschirr

Verwendung von Klarspüler

  • Dosierung an regionale Wasserhärte anpassen
  • Regelmäßige Füllstandskontrolle durchführen
  • Herstellerangaben zur Dosierung beachten
  • Bei hartem Wasser höhere Dosierung wählen
  • Automatisches Dosiersystem regelmäßig überprüfen

Anzeichen für fortgeschrittene Verkalkung

  • Geschirr wird trotz hochwertiger Spülmittel nicht richtig sauber
  • Weiße, milchige Ablagerungen auf Gläsern und Geschirr
  • Ungewöhnliche Geräusche oder blockierte Sprüharme
  • Verlängerte Programmlaufzeiten und erhöhter Energieverbrauch
  • Unangenehme Gerüche trotz regelmäßiger Reinigung
  • Fehlermeldungen im Display

Wenn die Heizleistung durch Verkalkung beeinträchtigt ist, benötigt der Geschirrspüler deutlich länger für einen Spülgang als üblich. In solchen Fällen reichen selbst intensive Entkalkungsversuche mit Hausmitteln oft nicht mehr aus.

Wann ist ein Techniker erforderlich?

  • Nach mehreren erfolglosen Entkalkungsversuchen
  • Bei elektronischen Störungen und Fehlercodes
  • Bei unerwarteten Abschaltungen während des Betriebs
  • Bei ungewöhnlichen Leckagen oder erhöhter Lautstärke
  • Bei deutlich reduzierter Heizleistung (feuchtes Geschirr nach Spülgang)

Ein professioneller Techniker kann nicht nur die Verkalkung beseitigen, sondern auch versteckte Schäden identifizieren. Zusätzlich erhalten Sie wertvolle Tipps zur künftigen Vorbeugung, die auf Ihr Gerätemodell und die lokale Wasserhärte abgestimmt sind.

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